Extensive und intensive Begrünung unterscheiden
Eine extensive Begrünung nutzt in der Regel einen begrenzteren Vegetationsaufbau und ist anders zu pflegen als eine intensive Dachgestaltung mit stärkerem Aufbau und größerem Nutzungsspektrum. Der gewünschte Pflanzen- und Nutzungsumfang beeinflusst Lasten und Pflegebedarf.
Die Wahl sollte zum Gebäude passen. Ein pflegeärmerer Aufbau bedeutet nicht, dass das Dach ohne Kontrolle auskommt. Entwässerung und Vegetation benötigen weiterhin Aufmerksamkeit.
Den Aufbau vom Tragwerk bis zur Vegetation prüfen
Zusätzliche Lasten sind vor der Planung zu berücksichtigen. Auch der Zustand und die Eignung der Abdichtung müssen bekannt sein. Wurzelschutz, Drainage und die darüberliegenden Schichten übernehmen unterschiedliche Funktionen.
Der Aufbau darf Abläufe und erforderliche Entwässerungswege nicht unzugänglich machen. Die Dachentwässerung bleibt ein zentraler Bestandteil, auch wenn Pflanzen auf der Fläche stehen.
Begrünung und andere Dachnutzungen koordinieren
Eine geplante Photovoltaikanlage braucht geeignete Befestigung, Wartungswege und ausreichend abgestimmte Vegetation. Das Zusammenspiel sollte vor der Ausführung geklärt werden. Der Ratgeber zu Gründach und Photovoltaik behandelt die gemeinsame Planung.
Bei einer anstehenden Flachdachsanierung kann die zukünftige Begrünung bereits im Schichten- und Lastenkonzept berücksichtigt werden. Ein ungeprüfter Altaufbau ist keine ausreichende Grundlage.
Münchner Förderbedingungen rechtzeitig prüfen
Die Stadt München informiert über ein Förderprogramm für Begrünung. Ob eine konkrete Maßnahme förderfähig ist, hängt von den aktuellen Bedingungen und dem Vorhaben ab. Freiwillige Maßnahmen und verbindlich geforderte Begrünungen sind dabei auseinanderzuhalten.
Prüfen Sie Antrag und Voraussetzungen vor der Beauftragung. Es gibt keine automatische Förderung allein durch eine Dachbegrünung. Für die Anfrage nennen Sie Dachfläche, geplante Vegetationsart, vorhandenen Aufbau und weitere vorgesehene Nutzungen.