Steildach und Flachdach entwässern unterschiedlich
Beim Steildach wird Wasser häufig über Rinnen an der Traufe und Fallrohre abgeleitet. Beim Flachdach erfolgt die Ableitung über geplante Abläufe oder andere geeignete Entwässerungspunkte. Ihre Lage muss mit der Gefällesituation zusammenpassen.
Material, Dimensionierung und Verlauf ergeben sich aus der Dachfläche und dem Entwässerungskonzept. Ein vorhandenes Rohr einfach durch das gleiche Maß zu ersetzen ist bei einer veränderten Dachnutzung nicht automatisch ausreichend.
Haupt- und Notentwässerung unterscheiden
Die Hauptentwässerung übernimmt die planmäßige Ableitung. Eine notwendige Notentwässerung ist gesondert zu betrachten und darf nicht durch Umbauten oder neue Dachaufbauten beeinträchtigt werden. Das Wasser muss auf einem vorgesehenen, geeigneten Weg abgeführt werden.
Bei einer Flachdachsanierung, Begrünung oder Terrassennutzung sollte die Entwässerung mit überprüft werden. Abläufe und ihre Kontrollbereiche müssen zugänglich bleiben.
Störungen an Rinnen und Abläufen untersuchen
Laub, Schmutz und Bewuchs können den Abfluss behindern. Korrosion, beschädigte Verbindungen oder ein unpassendes Gefälle sind weitere mögliche Ursachen. Überlaufendes Wasser und wiederkehrende Feuchte verlangen eine Prüfung des gesamten betroffenen Wegs.
Die Reinigung ist von einer baulichen Instandsetzung zu unterscheiden. Eine gereinigte Rinne mit undichter Verbindung bleibt reparaturbedürftig. Bei Metallbauteilen können Dachklempnerarbeiten dazugehören.
Eine Entwässerungsanfrage konkret machen
Beschreiben Sie, ob eine Rinne überläuft, ein Fallrohr beschädigt ist oder am Flachdach Wasser sichtbar stehen bleibt. Nennen Sie Veränderungen am Dach und bekannte wiederkehrende Verstopfungen. Fotos sollten nur vom sicheren Standort aufgenommen werden.
Eine Dachwartung kann die Kontrolle und Reinigung zugänglicher Entwässerungsbauteile einbeziehen. Der konkrete Umfang und die erforderlichen Intervalle sind am Dach festzulegen.