Vor der Montage den Dachzustand beurteilen
Die Anlage soll auf einem geeigneten, tragfähigen Dach montiert werden. Zustand von Deckung oder Abdichtung, bekannte Feuchte und anstehende Sanierungen sind vor der Planung zu prüfen. Muss das Dach bald erneuert werden, kann eine vorherige Sanierung sinnvoller sein als ein späterer Rückbau der Anlage.
Die Tragfähigkeit ist mit den geplanten Lasten abzustimmen. Bei einem älteren oder veränderten Tragwerk kann eine Untersuchung des Dachstuhls erforderlich sein.
Befestigung nach dem Dachsystem planen
Montagesystem und Lastabtragung hängen von Dachform und Aufbau ab. Bei einem geneigten Dach ist die Verbindung zur Konstruktion mit der Deckung zu koordinieren. Auf einem Flachdach sind auch Lastverteilung und Verträglichkeit mit der Abdichtung zu prüfen.
Durchdringungen und Anschlussdetails dürfen den Wetterschutz nicht beeinträchtigen. Wartungswege und die Zugänglichkeit anderer Dachbauteile sollten im Belegungsplan berücksichtigt werden.
Dacharbeiten und Elektrotechnik klar abgrenzen
Die dachseitige Vorbereitung und Befestigung ist nur ein Teil der Photovoltaikanlage. Elektrische Planung, Anschluss und Inbetriebnahme müssen durch ein dafür qualifiziertes Elektrofachunternehmen ausgeführt und abgestimmt werden. Eine entsprechende Berechtigung des Anfrageportals oder eines noch unbekannten Ausführenden wird nicht behauptet.
Ein Angebot sollte erkennen lassen, welche Arbeiten enthalten sind und wer die elektrotechnischen Aufgaben übernimmt. Ein montiertes Modul ist noch keine betriebsbereite Anlage.
Münchner Gebäude und weitere Dachnutzungen berücksichtigen
Bei Denkmälern oder geschützten Ensembles ist die Solaranlage gesondert mit den zuständigen Stellen zu klären. Die Stadt München stellt dazu Informationen bereit. Es gibt keine pauschale Genehmigungsfreiheit für jedes Gebäude.
Soll die Fläche zusätzlich begrünt werden, müssen Vegetation, Modulstellung und Entwässerung zusammenpassen. Der Ratgeber zur gemeinsamen Planung erläutert diese Schnittstellen. Für die Anfrage helfen Dachform, bekannte Sanierungspläne und vorhandene Anlagenunterlagen.